Kaffee-Preise massiv gefallen
Die Kaffee-Preise sowohl für Arabica als auch für Robusta sind gestern massiv um 8% gefallen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Die Analysten hätten zuletzt mehrmals darauf hingewiesen, dass der Preisanstieg bei Kaffee zuvor hauptsächlich spekulativer Natur gewesen sei. Diese Rechnung scheine nun nicht aufzugehen. Bei Arabica habe das Hauptaugenmerk des Marktes zuvor auf Kolumbien gelegen, einem der wichtigsten Exporteure des hochwertigen Kaffees, und den nassen Bedingungen dort. Allerdings würden diese Befürchtungen grundlos scheinen. Denn das Land werde im nächsten Erntejahr ab Oktober womöglich eine der besten Ernten seit Jahren einfahren. So erwarte Neumann Kaffee Gruppe (NKG), dass Kolumbien im Erntejahr 2010/11 10,5 Mio. Sack Kaffee a 60 Kilo einfahren werde nach 7,8 Mio. Sack in diesem und 8,7 Mio. Sack im letzten Erntejahr 2008/09.
Auch habe man bei Robusta offensichtlich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Vietnam, der weltgrößte Robusta-Produzent, habe gestern einen massiven Exportanstieg vermeldet. Die Ausfuhren, die noch zu Jahresbeginn weiter unter den Vorjahresniveaus geblieben seien, hätten zuletzt massiv zugenommen. Im Juli und August seien den Analystenberechnungen zufolge insgesamt 181 Tsd. Tonnen exportiert worden, 62% mehr als in der Vorjahresperiode. Normalerweise seien die Exporte aus Vietnam vom Sommer bis in den November, wenn die Ernte dort anfange, relativ schwach. Aber offensichtlich würden die gegenwärtig sehr hohen Kaffeepreise und die Schwäche der vietnamesischen Währung, die gerade gegenüber US-Dollar erneut abgewertet worden sei, genug Anreize bieten, um die Lagerbestände auf dem Weltmarkt anzubieten
Originalbericht: aktiencheck.de






