Wie Kaffee das Diabetesrisiko senkt
Wer regelmäßig Kaffee trinkt, erkrankt seltener an Typ-2-Diabetes. Das haben Forscher mehrfach belegt. Jetzt wollen sie aufdecken, woran das liegen könnte

Kaffee senkt das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken. Jetzt sind Forscher den Zusammenhängen auf der Spur Fotoquelle: diabetes-ratgeber.net
Wer regelmäßig Kaffee trinkt, bekommt seltener Diabetes mellitus vom Typ 2. Und wer bereits an Diabetes erkrankt ist, hat offenbar bessere Überlebenschancen – zumindest was das Herz-Kreislauf-Risiko betrifft – wenn er dem Bohnengetränk zugetan ist.
Fast täglich wird in den Medien über wundersame Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten und bestimmten Krankheiten berichtet, die dadurch beeinflusst, ausgelöst oder geheilt werden sollen. Im Falle des Kaffees scheint jedoch mehr dahinter zu stecken, die Studienlage weist relativ deutlich darauf hin, dass Kaffeetrinker ihrer Gesundheit tatsächlich etwas Gutes tun.
Wissenschaftler der Universität Kalifornien haben jetzt herausgefunden, dass Kaffee die Blutspiegel des Eiweißsstoffes SHBG erhöht. SHBG (Sexual-Hormon bindendes Globulin) reguliert im Körper die Aktivität der Sexualhormone Testosteron und Östrogen, denen man schon länger einen gewissen Einfluss auf die Entstehung von Diabetes zuschreibt.
Entkoffeinierter Kaffee beeinflusst Diabetesrisiko nicht
Die Forscher hatten nachgewiesen, dass Frauen, die täglich mindestens vier Tassen Kaffee tranken, im Vergleich zu Frauen, die keinen Kaffee tranken, fast 60 Prozent seltener an Diabetes erkrankten.
Die Kaffeetrinkerinnen hatten signifkant höhere Spiegel von SHBG im Blut. Weitere Analysen ergaben, dass das Diabetesrisiko tatsächlich bei den Kaffeetrinkerinnen am deutlichsten abnahm, die erhöhte SHBG-Spiegel hatten – was ein deutlicher Hinweis darauf ist, dass der Kaffee-Effekt über diesen Eiweißstoff vermittelt wird.
Entkoffeinierter Kaffee wirkte sich der Studie zufolge weder auf die SHBG-Spiegel noch auf das Diabetesrisiko aus.
Originalbericht: diabetes-ratgeber.net






